Jimmy Barnes

Wenn es um die Rockmusik Australiens geht, darf sein Name auf keinen Fall fehlen: Jimmy „Barnesy“ Barnes gehört zu den wichtigsten Protagonisten der Szene down under, der ehemalige Cold Chisel-Frontmann ist das Herz und die Seele des australischen Rock’n’Roll. Allein acht seiner Solo-Studioalben erreichten die Spitze der einheimischen Charts, insgesamt sind es 15 Nummer Eins-Alben, mehr als die Beatles jemals schafften. Barnes ist damit der kommerziell erfolgreichste Künstler Australiens, niemand hat dort mehr Alben verkauft als er. Der mittlerweile 62-Jährige Sänger spielt zweifelsohne in seiner eigenen Liga und hat auch in Deutschland treue Fans.

Jimmy Barnes ist aber auch abseits des Musiksektors ein Mann der Rekorde: Seine erste Biographie Working Class Boy (2016) wurde ein Bestseller und gewann den ‚Australian Book Industry Award‘ (ABIA) als ‚Biographie des Jahres‘. Der Nachfolger Working Class Man erschien 2017 und wurde genauso erfolgreich. Damit ist Barnes die erste Person, dem die ‚Biographie des Jahres‘ gleich zweimal gelang; über eine halbe Million verkaufter Bücher machen ihn zum erfolgreichsten Verfasser einer Biographie-Serie in Australien. Mit seiner auf beiden Büchern basierenden Konzept-Show Stories & Songs gab er mehr als 100 ausverkaufte Konzerte, Working Class Boy wird demnächst auch als filmische Dokumentation erscheinen. Man sieht, Australier aller Altersstufen scheinen von ihm fasziniert zu sein. Dabei sah es zu Beginn seiner Karriere nicht unbedingt danach aus:

James Dixon Swan wurde am 28. April 1956 im schottischen Glasgow geboren, seine Eltern wanderten, wie übrigens auch die Youngs und die Scotts fast zur selben Zeit, nach Australien aus. Barnes kam nach Adelaide, nahm den Nachnamen seines zweiten Stiefvaters an und war erst 16 Jahre alt, als 1973 bei Cold Chisel einstieg. Mit seiner Vorliebe für Soul und Rock und einer unnachahmlichen Reibeisen-Stimme wurde er schnell zu einer der schillerndsten Figuren des Aussie Pub Rocks.

Einen großen Anteil am Erfolg von Cold Chisel hatten der Zorn und die Unberechenbarkeit, mit der Barnes die Songs des Quintetts jeden Abend auf die Bühne brachte. In den goldenen späten Siebzigern spielte der Sänger das Spiel der Zeit mit, Drogen und Wodka waren der Antriebsstoff für unvergessliche Konzerte. Fans sahen ihn 1980 sogar als Kandidaten für die Bon Scott- Nachfolge bei AC/DC. Aber er wurde nie gefragt.

Cold Chisel gelangen ein Reihe von Klassikern: East, Circus Animals und Twentieth Century. Viele ihrer Songs – Khe Sanh, Choirgirl, Cheap Wine, You Got Nothing I Want, Flame Trees, When The War Is Over – sind so etwas wie Nationalhymnen in Australien geworden.
Nach seinem Ausstieg Anfang der Achtziger machte Barnes einfach weiter: Sein Solo-Debüt Bodyswerve wurde 1984 Nummer Eins, der Nachfolger For The Working Class Man 1986 ebenfalls. Weitere Hits folgten bis zum Beginn der Neunziger: Freight Train Heart, das Live- Album Barnestorming, Two Fires, Flesh And Wood. Das 91er-Werk Soul Deep – ein Album von R&B-Klassikern – wurde mit fast einer Million verkauften Einheiten sein erfolgreichstes.

Aber der Erfolg forderte seinen Preis, Barnes verlor die Kontrolle und zog 1993 mit seiner Familie nach Europa, um sich selbst zu retten. 1996 kehrte er zurück. Auch in die Charts: Dem Best Of-Set Hits Anthology mit der Hitsingle Lover Lover folgten eine Cold Chisel-Tour und ein weiteres Nummer Eins-Album (The Last Wave Of Summer, 1998). Nach einigen Alben kam 2005 dann der nächste Hit mit Double Happiness, ein Album mit zahlreichen Duetten.

Mit Cold Chisel erschienen 2012 und 2015 zwei weitere Alben, die 2011er-Tour davor ist die erfolgreichste einer australischen Band bis dato.

2014 kommt 30:30 Hindsight auf den Markt, passend zum 30-jährigen Jubiläum als Solokünstler. Die Kollaboration mit internationalen Stars wie ‘Miami’ Steve Van Zandt, Keith Urban und Journey sowie australischen Größen wie Bernard Fanning, The Living End, Tina Arena oder Troy Cassar- Daley verkauft sich sehr gut. Soul Searchin’, sein 16. Studioalbum, wieder eins mit Soul- Klassikern, wird 2016 erneut zur Nummer Eins. Damit ist Barnes offiziell der kommerziell erfolgreichste Künstler Australiens. Dabei bleibt er auf dem Boden der Tatsachen: „Mein Job ist es, den Leuten jede Nacht der Woche in eine Samstagnacht zu verwandeln. Gibt es etwas Besseres?“

Faktencheck

11 #1 Solo-Alben, 4 #1-Alben mit Cold Chisel – zusammen mehr als jeder andere Australier

18 Top 40-Alben mit Cold Chisel und 17 Solo-Alben in den Charts

Mitglied der ARIA Hall of Fame mit Cold Chisel (1992), solo (2005)

Die einzige Person, die zweimal den ABIA Award für die beste Biographie gewinnen konnte – mit Working Class Boy (2017) und Working Class Man (2018)

Die Hardcover-Ausgabe von Working Class Boy blieb 30 Wochen hintereinander in den Top Ten der Charts nach der Veröffentlichung im September 2016. Die Taschenbuchausgabe verkaufte sich noch einmal über 40.000mal im August 2017.

Working Class Man erreichte in der ersten Woche nach Veröffentlichung die Spitze der Charts und blieb dort für die folgenden zehn Wochen. Bis dato stand das Buch 26 Wochen in den Top Ten und schickt sich an, den Erfolg seines Vorgängers zu wiederholen.

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